Sabrina & Jason aktuell

Aktualitäten zum Fall Sabrina A.

Aktualisierung 17.07.09 – Offensive Interessenvertretung Phase 1

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Liebe Leserinnen und Leser,

die in der letzten Aktualisierung angekündigte Offensive ist heute gestartet worden, wobei wir uns der Logik und den gegebenen Prioritäten folgend zunächst in Richtung „Revisionsantrag“ bewegten. Da sich zunächst hier etwas „tun“ muss, können (und müssen) wir uns für die Vorbereitung der Antragstellung in Sachen Auslieferung noch etwas Zeit nehmen.

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Ein Schreiben an den Botschafter der Türkei in Berlin, dessen Inhalt sich an die im letzten Artikel dafür genannte Zielsetzung anlehnt, wurde heute zunächst vorab per Mail und Fax, sowie am Nachmittag auch noch als Einschreiben / Rückschein versandt.

In dieselbe Richtung weisend, aber zusätzlich auch einerseits die formellen Verpflichtungen des Auswärtigen Amtes und seiner ständigen Vertretungen gegenüber im Ausland in Schwierigkeiten und/oder Not geratenen Staatsbürger/innen und einige nicht dieser „Gesetzestheorie“ gerecht werdende Begebenheiten in der Vergangenheit (andeutungsweise) einschließend, ist ein Schreiben gestaltet worden, dass vorab per Fax und anschließend ebenfalls per Einschreiben / Rückschein an Bundesaußenminister Steinmeier ging.

Um der eventuellen Komplikation von etwaigen Urlaubsplänen oder anderen und natürlich wichtigeren staatsmännischen Verpflichtungen des obersten Dienstherren des Auswärtigen Amtes entgegen zu wirken, wurden beide oben genannten Schreiben zwecks Vervollständigung der Akte und selbstverständlich auch zur Kenntnisnahme an die zuständige Sachbearbeiterin des Referats 506 geschickt. Auch hier ließen wir der direkteren und schnelleren Versendung via Fax und Mail ein Einschreiben / Rückschein folgen.

Hierbei bezogen wir auch die gestern auf unser letztes Schreiben eingegangene Antwort der Sachbearbeiterin ein, die zwar beruhigend klingen und die aktuelle Situation Sabrinas als stabil und kontrollierbar beschreiben sollte, in dieser oberflächlichen Form von uns aber nicht akzeptiert werden konnte!

Entsprechend unserer Ankündigung, dass wir in Puncto Öffentlichkeitsarbeit keine Schnellschüsse initiieren, sondern uns bei allen den Kreis der Angehörigen und Unterstützer verlassenden sensiblen Informationen zuvor Sabrinas Einverständnis versichern möchten, können wir die besagten Schreiben momentan noch nicht veröffentlichen. Wir bitten dafür um Verständnis, aber die Geschichte mit dem „merkwürdig plötzlichen Entzug der Vollmacht“ war und ist ein eindeutiges Signal für uns, dass in diesem Fall nicht einmal der geringste Hauch eines Zweifels entstehen darf, der Sabrina (ggf. mit etwas informeller Unterstützung von anderer Seite) glauben lassen könnte, dass wir über ihren Kopf hinweg Entscheidungen treffen würden, die eine schwere Erschütterung des aufgebauten Vertrauensverhältnisses heraufbeschwören müssen. Gerade jetzt haben wir in dieser Hinsicht die vorrangige Pflicht, extrem vorsichtig zu agieren, wie sich jedem Menschen fraglos erschließen wird, der dieses Drama schon etwas länger verfolgt.

Sobald wir grünes Licht von Sabrina erhalten, werden wir die Veröffentlichung nachholen und dann auch die zwischenzeitlich gelaufene offizielle Korrespondenz in gewohnter Weise aufbereitet  öffentlich bereitstellen. – Selbstverständlich werden wir Sie umgehend informieren, sobald von der einen oder anderen Stelle eine Reaktion erfolgt.

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Arbeitsbedingte Verzögerung in Sachen Unterschriftenliste

Im Zusammenhang mit dieser Aktion, die als zusätzliche Form der überzeugenden Unterstützung gedacht war und auch in jedem Fall realisiert werden soll, müssen wir um 24 Stunden Geduld bitten. Auch wir sind nur Menschen, deren Tag nun einmal nicht mehr als eben diese 24 Stunden hat … aber allerspätestens morgen Abend wird die Liste inklusive erklärendem Begleittext zum Herunterladen bereitstehen und wir hoffen in Sabrinas und Jasons Namen, aber natürlich auch für die Angehörigen und alle Unterstützer, dass Sie dann reichlich Gebrauch davon machen werden. Mit je mehr nachzureichenden Solidaritäts- und Unterstützungsunterschriften wir unsere Offensive in Sachen Gerechtigkeit und Menschlichkeit gegenüber Sabrina begleiten können, desto nachhaltiger sollte letztlich auch der Erfolg ausfallen.

Schauen Sie bitte morgen Abend noch einmal vorbei, wenn Sie ebenfalls Unterschriften sammeln und in die Reihe der Wahrheit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit verpflichteten Bürgerinnen und Bürger unseres Landes eintreten möchten. – Ein herzliches Dankeschön dafür, aber auch für Ihr Verständnis und Ihre Geduld möchten wir Ihnen schon einmal entbieten.

Zusätzliche Anmerkung:

Da man an anderer Stelle die Vorankündigung der strategischen Planungen hinsichtlich des weiteren Vorgehens aufgegriffen und in „eine eigene Idee“ umgewandelt hat – was ganz sicher nicht schlecht sein muss, aber bei einem Erfolg wohl doch eher zu einer kontraproduktiven Mailflut führen dürfte, möchten wir die eigene Vorgehensweise generell dahingehend abändern, dass Teilnehmer/innen der Unterschriftensammlung für Sabrina ihre Ergebnisse doch lieber an uns senden sollten, damit sie dann per Einschreiben / Rückschein und über den Verein (als bereits bekannten und offiziellen Korrespondenzpartner) an die jeweiligen Empfänger eingereicht werden können.

Selbstverständlich wollen wir „Erfolg und Ruhm“ auf diese Weise nicht für uns beanspruchen, sondern sind gerne bereit, die Listen auf Wunsch zusätzlich mit den Namen der wahren Sammlerinnen und Sammler zu kennzeichnen, die sie eingesandt haben.

Wir hoffen, dieser Hinweis wird so verstanden, wie er auch gemeint ist … wie schon einmal betont, sind wir aufrichtig dankbar für jede ernst und aufrichtig gemeinte Initiative zugunsten von Sabrina, aber wir müssen auch darauf achten, dass gut gemeinte Aktionen nicht das Gegenteil des Beabsichtigten bewirken können.

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Zusätzliche Informationen / Aktualisierungen

Noch nichts Neues von der Medienfront

Nach dem hier behandelten Ärgernis rund um die Berichterstattung zum Fall hat sich bisher leider noch nichts Neues ergeben – zumindest nichts, was spruchreif wäre und als Gewährleistung der versprochenen Richtigstellung gewertet werden könnte. Wir stehen jedoch weiterhin in Kontakt mit der zuständigen Mitarbeiterin von CNC Köln und vertrauen darauf, dass das von ihr an den Tag gelegte Engagement aufrichtig gemeint ist und in absehbarer Zeit auch vorzeigbare Früchte tragen wird.

Gerade im Hinblick auf die nunmehr gestartete Offensive werden wir für den Fall der Fälle unsere Fühler aber auch nach anderen Medienvertretern ausstrecken müssen, um kurzfristig eine Plattform für eine öffentlichkeitswirksame, wahrheitsgemäße Darstellung des Falles sowie von Ergebnissen oder auch anhaltenden Problemen bei der Kommunikation in der Sache sicherstellen zu können.

Wirklich interessierte Journalist/innen, gleich ob von Presse, Rundfunk oder Fernsehen, sollten sich durchaus aufgefordert und herzlich eingeladen fühlen, mit eigenen Ideen und Konzepten an uns heranzutreten. Gemäß dem Motto, „wer zuerst kommt malt zuerst“, allerdings auf den vorrangigen Nenner gebracht, dass Angebot und am Ende herausspringendes Ergebnis möglichst identisch sein und Sabrinas viel zu lange ignorierten Ansprüchen Genüge tun sollten, sind wir für jede Initiative offen, die ihr wirklich zu helfen vermag.

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Anhaltende Kommunikations- und andere Probleme hinsichtlich der deutschen anwaltlichen Vertretung

Wie bereits in der Zwischenstandsmeldung vom 20.05.09 konstatiert werden musste (3. Hauptpunkt), können weder die Angehörigen und Sabrina noch wir als von beiden Seiten offiziell bestellte außergerichtliche Interessenvertretung mit der bisherigen (praktisch nicht stattfindenden) Kooperation mit Sabrinas deutschem Anwalt zufrieden sein. Nicht nur, dass von dieser Seite nach wie vor jede sachdienliche Kommunikation blockiert und eine eindeutige Stellungnahme verweigert wird – nicht nur, dass wir nach wie vor vergeblich auf einen Nachweis darüber warten, was von dieser Seite aus bisher für Sabrina getan wurde – und abgesehen davon, dass wir es nach wie vor als (wenigstens) nicht besonders glücklich empfinden müssen, dass der Anwalt gleichzeitig auch Sabrinas Lebensgefährten (mutmaßlich in einer anderen Angelegenheit) vertritt … jetzt hat sich der Anwalt auch erneut mit einer Presseerklärung hervorgetan, die in der abgelieferten Form schlicht und ergreifend nicht akzeptabel ist!

Als (vorläufiger, bis zur abschließenden Klärung der Sache!) Beleg sei hier auf einen kurzen Bericht von Thomas Mader bei „Der Westen“ vom 14.07.09 verwiesen. Augenblicklich funktioniert der Link noch – für den Fall, dass er plötzlich verschwinden sollte, haben wir ihn als Beweis gesichert und stellen ihn nach der umfassenden und unbestreitbar überfälligen Klärung aller relevanten Fragen gerne auch als PDF zur Verfügung.

Wir müssen darauf hinweisen, dass sowohl die Aussage bezüglich des Prozesses, der voraussichtlich im Oktober abgeschlossen sein soll (im Moment ist noch nicht einmal über den Revisionsantrag entschieden worden, geschweige denn ein Termin für die etwaige Wiederaufnahme des Verfahrens anberaumt worden, an dessen Ende auch ein Urteil erwartet werden könnte!), als auch die Erklärung hinsichtlich der seinerzeit aufgetretenen Probleme mit der bereitstehenden, letztlich aber nicht gezahlten Kaution beim besten Willen nicht als der Wahrheit entsprechend bezeichnet werden können.

Nun kann es natürlich sein, dass die Aussagen hier nur bis zur „Missverständlichkeit“ gekürzt oder vielleicht auch von mir „zu kritisch“ betrachtet werden, aber diese Qualität der Öffentlichkeitsarbeit ist kein Einzelfall und muss abgestellt werden, wenn Sabrinas Fall von der Öffentlichkeit jemals vorurteilsfrei wahrgenommen werden soll!

Nach Rücksprache mit unserem Rechtsbeistand und einem befreundeten Anwalt, der aufgrund „räumlicher Probleme“ derzeit nicht für eine Übernahme des Falles in Frage kommt, werden wir in der kommenden Woche nochmals ein Schreiben absenden und in diesem letztmalig die Gelegenheit zu einer einvernehmlichen – also im ausschließlichen Sinne von Sabrinas Interessen anzustrebende – Klärung offerieren. Diesmal wird die Frist, die wir längstens bis Ende des Monats für eine Stellungnahme einräumen werden, jedoch definitiv nicht mehr verlängert, sondern nur noch die Sicherstellung einer anwaltlichen Vertretung angestrebt, auf die sich Sabrina nach erfolgter Überstellung an die deutsche Justiz auch umfassend wird verlassen können!

Auch in dieser Sache möchten wir das Angebot und die Einladung aussprechen, dass sich interessierte und nicht in erster Linie auf das Geld schauende Anwälte gerne bei uns melden können, sofern der Fall und Sabrinas Schicksal sie interessieren sollten. Alle von uns bereits geleistete Vorarbeit würde einem seriösen und engagierten Rechtsbeistand selbstverständlich vollständig zur Verfügung gestellt werden.

Aufgrund dieser ärgerlichen Episode werden wir auch den Veröffentlichungstermin für das komplett überarbeitete Falldossier mindestens bis zum Eingang der oben genannten Stellungnahme, maximal aber bis Ende des Monats zurückstellen müssen, weil dieser Faktor auch darin dargestellt werden muss und wird.

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So weit unsere heutige Aktualisierung. Schauen Sie nicht nur morgen wieder herein, sondern bleiben Sie Sabrina, Jason, den Angehörigen und uns auch darüber hinaus bitte gewogen.

Mit freundlichen Grüßen

i. A.

Hans-D. Ziran

2 Antworten

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