Sabrina & Jason aktuell

Aktualitäten zum Fall Sabrina A.

Aktualisierung 02.08.09 – Zwischenstandsmeldung und Ankündigung

with one comment

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn es auf dem Blog in der letzten Zeit ziemlich ruhig gewesen ist, so haben wir hinter den Kulissen doch eifrig am weiteren Vorgehen gearbeitet – was leider durch einige Dinge erschwert wurde, die wir hierin zur Kenntnis bringen und in der nächsten Zeit abstellen wollen.

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Zur aktuellen Situation Sabrinas

Die Informationen aus Bilecik sind leider nicht gut … die letzte, welche uns im Laufe der vergangenen Woche erreichte, sprach von neuen gesundheitlichen Problemen, die bislang noch nicht umfassend geklärt sind, aber in jedem Fall nicht unerheblich sein dürften. Wir warten noch den für morgen erwarteten Telefonkontakt zwischen Sabrina und den Angehörigen ab, in dem diese Frage so weit als möglich abgeklärt werden soll, dann werden wir in der Angelegenheit erneut beim Auswärtigen Amt vorstellig werden und zusätzlich versuchen, über den türkischen Anwalt – der natürlich bereits informiert wurde – auch direkt an die Gefängnisleitung heranzutreten.

Letzteres muss als unumgänglich angesehen werden, da der Umgang der zuständigen Regierungsstellen mit dem gesundheitlichen Status Sabrinas in der Vergangenheit schon stets extrem oberflächlich und – so kommt es jedenfalls rüber – desinteressiert zu bezeichnen war!

Zu allen übrigen Problemen, die durch die unvermeidbare Übergabe Jasons an die Angehörigen neu aufgetreten oder im Vergleich zum Zustand zuvor verschlimmert worden sind, gibt es leider nichts neues zu vermelden. Sie sind nach wie vor akut, werden aber offensichtlich nur von unserer Seite (hiermit sind alle Unterstützer gemeint) ernst genommen!

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Zwischenstand „offensive Interessenvertretung“

Zur geplanten und – im derzeit gegebenen Handlungsrahmen – auch umgesetzten Strategie sehen sie bitte die Aktualisierungen vom 14. und 17. Juli.

Mit den nachfolgenden Schreiben versuchten wir, das vorrangig zu beseitigende Problem der nach wie vor offenen Entscheidung hinsichtlich des kurz nach der Urteilsverkündigung gestellten Revisionsantrags forciert aus der Welt zu schaffen. Alle Schreiben gingen am 17.07.09 per Einschreiben/Rückschein und zuvor (je nach Verfügbarkeit von Kontaktdaten) per Mail und/oder Fax an die genannten Empfänger ab. – Alle Schreiben wurden laut Auslieferungsbeleg am 20.07.09 zugestellt.

An den türkischen Botschafter in der BRD >09_07_17_an_Türkische_Botschaft<

~ Auf dieses Schreiben haben wir bis zum gestrigen Tag noch keine Antwort erhalten ~

An den Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier >09_07_17_an_AA_BAM_Steinmeier_<

Sowie zur Info und zur Vervollständigung der Akte an die zuständige Mitarbeiterin des Referats 506 AA >09_07_17_an_AA_Fr._W_<

Von letztgenannter Frau W. erhielten wir „im Auftrag von Herrn Bundesminister Steinmeier“ am (Posteingang) 24.07.09 folgende, bereits am 21.07.09 verfasste Antwort:

[…] vielen Dank für Ihr Schreiben an Bundesminister Steinmeier, in dem Sie erneut um Unterstützung für Frau A. bitten. Ihr Schreiben wurde an das für strafrechtliche Angelegenheiten zuständige Referat weitergeleitet. Ich wurde gebeten, Ihnen zu antworten.

Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, gibt es keine Möglichkeit der Bundesregierung Einfluss auf die unabhängige türkische Justiz zu nehmen. Sobald das Strafverfahren gegen Frau A. rechtskräftig abgeschlossen ist, kann Frau A. einen Antrag auf Überstellung zur weiteren Strafvollstreckung in Deutschland stellen, dabei wird das Generalkonsulat Istanbul Frau A. selbstverständlich unterstützen.

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Anmerkung:

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Wir überlassen es Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser selbst, die fett hervorgehobene Aussage der Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes (Referat 506) mit dem Inhalt des von uns an Herrn Steinmeier gesandten Schreiben zu vergleichen und danach zu beurteilen, ob diese Antwort als dem vorgebrachten Sachvortrag angemessen bezeichnet werden kann.

Aus unserer Sicht ist alleine schon die „Weiterleitung zwecks Beantwortung“ inakzeptabel – auch wenn man „mal annimmt“, dass Herr Steinmeier sich zurzeit im Urlaub befindet und diesen „allenfalls mit wirklich dringenden diplomatischen oder wahlkampftechnischen Aufgaben zu verknüpfen bereit ist“. Man muss wohl davon ausgehen können, dass es eine auch während der Urlaubszeit für direkte Anfragen zuständige Abteilung im personell höchst großzügig ausgestatteten Stab des Außenministers gibt, die derartige, aus gutem Grund persönlich an Herrn Steinmeier gerichtete Anfragen etwas mehr am tatsächlich dargestellten Sachverhalt ausgerichtet beantworten können sollte?

Nun, dem war nicht so, womit diese Angelegenheit für den Herrn Außenminister aber mit Gewissheit noch nicht als „abgeschlossen und ausgestanden“ gelten kann. Wir werden nun „in Klausur gehen“, uns mit jedem beraten, der bereit ist, unsere offensive und ausschließlich an Sabrinas Interessen orientierte Taktik mitzutragen und dann rechtzeitig vor der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes mit einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit herantreten.

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Zwischennotiz

Einerseits belegt diese Antwort zwar, dass eine Regelung der Angelegenheit im Sinne von Sabrina, Jason und den Angehörigen nicht möglich ist, so lange in der Türkei nicht über den Revisionsantrag entschieden wurde. Andererseits zeigt sie aber auch überdeutlich auf, dass seitens des Auswärtigen Amtes nicht die geringste Kooperationsbereitschaft vorhanden ist, mit der auf problem- und lösungsorientierte Vorstöße von ehrenamtlich agierenden, durch Sabrina und ihre Angehörigen aber offiziell und rechtskräftig bevollmächtigten Unterstützern eingegangen werden könnte. Das ständige „Herumreiten“ auf Grenzen des diplomatischen Handlungsspielraums und dem „Gebot der Nichteinmischung“ kann an dieser zuvorderst festzuhaltenden Tatsache nicht das Geringste ändern!

Entsprechend werden wir unser weiteres Vorgehen gestalten müssen

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Zwischenstand des Bemühens um „Klärung der anwaltlichen Vertretung in Deutschland“

Auf diese Behinderung unserer Arbeit sind wir ebenfalls am 17. Juli, davor aber auch schon am 16. Juni (Originalbeitrag vom 20. Mai) eingegangen.

Bis zum gestrigen Samstag ist uns weder eine allgemeine Antwort noch die eingeforderte Stellungnahme seitens des deutschen Anwalts zugegangen. Damit ist die Frist, die wir für eine solche zu setzen gezwungen waren, abgelaufen. Deshalb werden wir uns nunmehr mit den Angehörigen und – unter Einschaltung unseres türkischen Anwalts – mit Sabrina beraten, was in dieser Hinsicht geschehen soll …

Um die Sachlage und die Sackgasse nachvollziehbar zu belegen, in welche uns das bisherige Verhalten des deutschen Anwalts manövriert hat, veröffentlichen wir hier zunächst unser Schreiben vom 20.07.09 >09_07_20_RA_R_Stellungnahme_Kooperation_<, das aufgrund der oben aufgeführten, ausgebliebenen Reaktion von seiner Seite den aktuellen Endpunkt einer insgesamt inakzeptablen anwaltlichen „Interessenvertretung“ markiert.

Auch die Möglichkeit, dass sich der Rechtanwalt zum Zeitpunkt des Eingangs unseres Schreibens im Urlaub befunden haben und aus diesem bisher noch nicht zurückgekehrt sein sollte, kann nicht als Grund für eine Zurückstellung der notwendig werdenden Schritte gewertet werden. Unser Schreiben ging per Mail nicht nur an ihn, sondern auch an weitere Mitarbeiter der Kanzlei, sowie zusätzlich noch per Fax an deren offizielle Nummer. – Es wäre also möglich und als angebracht zu bezeichnen gewesen, dass im Falle der urlaubsbedingten Abwesenheit des zuständigen Anwalts wenigstens eine entsprechende Mitteilung an uns hätte gesandt werden müssen.

Andere Gründe – etwa ein Fehler bei der Übermittlung von Mails und Fax – kann aufgrund nicht eingegangener Fehlermeldungen ebenfalls ausgeschlossen werden.

Die vollständige Korrespondenz mit dem Anwalt – so weit sie uns vorliegt, respektive von seiner Seite erfolgt ist – werden wir zusammen mit der übrigen offiziellen Korrespondenz im Anschluss an die Fertigstellung des aktualisierten Falldossiers veröffentlichen. Dies wird voraussichtlich bis Ende der kommenden Woche erfolgen – und diese Zeit räumen wir dem Anwalt noch ein, um sich zur Sache zu äußern und einen eventuell (hängt vollständig von Sabrinas Entscheidung ab!) folgenden Mandatsentzug zu vermeiden.

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Abschließend noch zum Thema „Medienberichterstattung“

Um sich hier zunächst einmal einen Überblick zu verschaffen, sollten sie neben den oben bereits aufgeführten, zusätzlich noch die folgenden Artikel beachten: Aktualisierung 21.06.09 ~~ Aktualisierung 03.07.09 – Medienberichterstattung ~~ Sondermeldung 06.07.09 – RTL-Bericht.

Seit der letzten Aktualisierung ist in diesem Zusammenhang leider kein Fortschritt erzielt worden. Es wurde uns – über unseren Rechtsbeistand Herrn Schmidt – von der bisher maßgeblich verantwortlichen Journalistin zwar mehrfach die Zusendung eines Mitschnitts der Übertragung des („wenig gelungenen“) Berichts vom 6. Juli angekündigt, aber diese ist bislang nicht erfolgt.

Ebenso wenig sind erkennbare Anstrengungen unternommen worden, den mit dem Bericht von „RTL – Punkt 12“ angerichteten und von uns auch unmissverständlich kritisierten Schaden zu korrigieren.

Sollte sich hier bis Ende der kommenden Woche nichts nachhaltig ändern und ein echtes Bemühen der bislang damit beschäftigten Journalistin und ihrer Produktionsgesellschaft erkennbar werden, werden wir spätestens mit der angekündigten Presseerklärung (voraussichtlich in der dritten oder vierten Augustwoche) an andere Medienvertreter herantreten und mit diesen entsprechend – beiderseitig gültige – verbindliche Vereinbarungen aushandeln.

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Zusammenfassung und Abschluss

Es ist und bleibt zunächst also dabei, dass Jasons Überstellung zur Familie des Großvaters bislang die einzige positive Nachricht in diesem seit nunmehr zwei Jahren andauernden Skandal ist … und dass diese eben nachhaltig von den belastenden Begleiterscheinungen für Sabrina überschattet wird.

Um so dringender erforderlich ist es jetzt, dass wir in unserem Bemühen nicht nachlassen, die Angelegenheit mit allen legitimen und zur Verfügung stehenden Mitteln in eine Richtung umzuleiten, die den berechtigten Forderungen nach Menschlichkeit und Gerechtigkeit angemessener Geltung verschaffen kann.

Hierzu sind wir mehr denn je auf Ihre Unterstützung angewiesen … wie Sie Sabrina, Jason und allen Menschen helfen können, die seit vielen Monaten für die beiden zu agieren versuchen, haben wir Ihnen bereits aufgezeigt.

Sie können uns finanziell unterstützen – es kommen noch horrende Anwalts- und ggf. Gerichtskosten auf uns zu, die zunächst einmal vorfinanziert sein wollen!

Ebenfalls möglich und dringend erforderlich ist eine Unterstützung unserer „offensiven Interessenvertretung“ durch das Herunterladen und Ausdrucken der Unterschriftenliste, die Sie dann in ihrem privaten und beruflichen Umfeld zum Einsatz bringen können. – Es wäre wichtig, möglichst viele Unterschriften – sprich: Unterstützer Sabrinas und unseres Engagements – vorweisen zu können, bevor wir mit unserer Presseerklärung die zweite und entscheidende Phase unserer Kommunikation mit offiziell zuständigen Stellen auf beiden Seiten der „Grenze“ einläuten werden!

Zuguterletzt ist es ebenfalls möglich und wichtig, die Unterstützungsarbeit sukzessive auf eine breitere Basis zu stellen. Interessierte Webseiten und/oder im „wahren Leben“ agierende Privatpersonen oder Gruppen können sich gerne jederzeit an uns wenden, um das aktuellste Informationsmaterial zum Fall anzufordern.

Hier bei uns auf „Sabrina & Jason aktuell“ wird es spätestens am kommenden Wochenende mit Nachdruck und der Veröffentlichung des aktualisierten Falldossiers weitergehen … sollten zwischenzeitlich wichtige Erkenntnisse auf- oder Ereignisse eintreten, werden wir Sie selbstverständlich umgehend und aktuell darüber informieren!

In diesem Sinne und in der Hoffnung auf aktive Unterstützung Ihrerseits verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

i. A.

Hans-D. Ziran

Eine Antwort

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  1. […] wurde heute auch eine aktuelle Zwischenstandsmeldung veröffentlicht, die sich leider vorrangig mit Sachverhalten befassen muss, die unsere Arbeit […]


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