Sabrina & Jason aktuell

Aktualitäten zum Fall Sabrina A.

Aktualisierung 08.10.09 – Update Zwischenstandsmeldung

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Heute veröffentlichen wir eine wichtige Ergänzung zu den vorausgegangenen Aktualisierungen sowie der Hinweis auf eine erneute Aktion in Sachen „Mahnwache Online“ …

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In Bezug auf die ausstehenden Reaktionen der zuständigen Regierungsstellen hat sich bislang immer noch nichts getan. Aufgrund von „momentaner“ Arbeitsüberlastung mussten wir das geplante Bittgesuch der Angehörigen, welches wir für den Vater von Sabrina aufsetzen wollten, ebenfalls noch zurückstellen. Wir werden am kommenden Wochenende deshalb jedoch nochmals Rücksprache halten und dann aktiv werden, damit zumindest das zuständige Referat seiner Kommunikations- und Handlungsverpflichtung nachkommt.

Stattdessen haben wir, nach Rücksprache mit dem türkischen Anwalt und in Zusammenarbeit mit unserem Rechtsbeistand Herrn Schmidt, am 1. Oktober per Einschreiben/Rückschein sowie vorab per Fax Anträge für das Stellen eines Auslieferungsgesuchs sowohl an das zuständige Landesjustizministerium von Nordrhein-Westfalen als auch an das Bundesministerium der Justiz in Berlin gestellt.

Dazu ging uns heute der Rückschein vom Bundesministerium zu (eine Rückmeldung steht noch aus); vom nordrhein-westfälischen Justizministerium kam heute zwar „nur“ ein am 05.10. ausgestelltes Schreiben (der Rückschein ist offenbar „verschollen“), doch darin wurde uns der Eingang unserer Eingabe ebenfalls bestätigt, sowie mitgeteilt, dass diese „zuständigkeitshalber“ zur Prüfung und weiteren Veranlassung an den Leitenden Oberstaatsanwalt in Duisburg abgegeben worden sei.

Das bedeutet nun leider, dass wir zunächst einmal wieder warten müssen, bis von diesen Stellen eine konkrete Antwort erfolgt. Hierfür setzen wir dieselbe Frist (bis Ende dieses Monats), die wir auch für Reaktionen des zuständigen Referats des Auswärtigen Amts und des Bundesaußenministeriums angekündigt haben.

Nachdem unser türkischer Anwalt vor Ort bereits einen Eilantrag beim Justizministerium gestellt hat und dieser, wie er uns in einer Mail von gestern mitteilte, dort offenbar auch schon bearbeitet wird, haben wir damit für den Moment zunächst einmal alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft. – Dennoch gilt weiterhin, was wir auch in der letzten Aktualisierung zum Ausdruck gebracht haben. Sollte innerhalb der festgesetzten Frist keine zufriedenstellende Rückmeldung (die eigentlich nur in der Zusicherung von Unterstützung in Gestalt aller notwendigen juristischen und diplomatischen Maßnahmen bestehen kann!), werden wir nochmals entschieden in die Offensive gehen.

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Da sich an der schwierigen und extrem belastenden Situation Sabrinas nichts geändert hat – im Gegenteil, wie ein Anruf bei den angehörigen in der vergangenen Woche offenbarte, in dem sie klar (und nachvollziehbar) zum Ausdruck brachte, dass sie dem Druck, der nach der Zurückweisung der Revision und ihrem Übergang von einer „Untersuchungsgefangenen“ zu einer offiziell inhaftierten Straftäterin (???) noch weiter zunimmt, nicht mehr lange standhalten könne, werden wir unsere Interessenvertretung diesem Umstand anpassen.

Aus diesem Grund übernehmen wir auch nochmals den Hinweis, dass am kommenden Montag (12. Oktober von 18 bis 21 Uhr) im „Gästeraum“ der bekannten Webseite erneut eine Online-Mahnwache für Sabrina stattfinden wird.

Wir bitten allerdings auch darum, dass interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger sich bitte über unsere Unterstützungsseite informieren, wie sie direkt helfen und die offizielle Vertretung Sabrinas, die nicht nur sehr viel Geld kostet, sondern auch eine Menge Arbeit bedeutet, die wir gerne und ehrenamtlich zu leisten bereit sind, unterstützen können. Ab einem gewissen Punkt kann man mit kostenloser Einsatzbereitschaft und dem besten Willen jedoch nicht mehr das leisten, was dringend erforderlich wäre, um dieses seit beinah zweieinhalb Jahren andauernde Drama endlich zu einem halbwegs gerechten und zufriedenstellenden Ende bringen zu können!

Das direkte Minimalziel muss dabei die zeitnahe Überstellung Sabrinas an die deutsche Justiz sein, da nur sie die Möglichkeit eröffnet, neben der Sicherstellung einer angemessenen medizinischen und therapeutischen Betreuung, auch die Trennung von Sabrina und Jason zu überwinden, welche die Wirkung aller nachweislich und in unseren Publikationen dargestellten Folgen der langen und (dabei bleiben wir nach wie vor!) ungerechtfertigten Inhaftierung um ein Vielfaches verstärkt.

Dementsprechend appellieren wir nochmals an Ihr solidarisches Mitgefühl und bitten in diesem Sinne sowie im Rahmen Ihrer individuellen Möglichkeiten um Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag von Sabrina & Jason, der Angehörigen und Unterstützer/innen sowie des Vereins

Hans-D. Ziran

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