Sabrina & Jason aktuell

Aktualitäten zum Fall Sabrina A.

Aktualisierung 01.02.10 – Zwischenstand, Abschlussbericht zweite Zwischenetappe

with one comment

[Wichtige Information vorab: aufgrund von Umständen, auf die noch separat eingegangen werden muss, wird die Veröffentlichung von Artikeln dieses Blogs – auch auszugsweises Zitieren – bis auf Weiteres leider nur noch nach vorheriger Genehmigung durch den Verein (Seitenbetreiber – Urheberrecht) erlaubt sein.

Nicht von dieser notwendigen Änderung betroffen sind Seiten, die von uns als offizielle Unterstützer registriert wurden. Diese Einschränkung, die in der Regel durch eine kurze Mailanfrage aufgehoben werden kann, gilt so lange, bis wir sie explizit widerrufen.

Anfragen zum Sachstand können unabhängig davon jederzeit an uns gerichtet werden und werden – so weit, wie wir es im Sinne der Interessenvertretung von Sabrina A. und ihren Angehörigen verantworten können – auch umgehend beantwortet.]

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Leider ist eine geringfügige Verzögerung bezüglich der fürs Wochenende angekündigten Veröffentlichung dieses Beitrags eingetreten. Sie wurde von zwar nicht unbekannter, aber dennoch unerwarteter Seite bedingt, worauf wir (siehe oben) aus gegebenem Anlass in einem separaten Artikel detaillierter eingehen werden.

Da es sich um eine – so weit wie nötig erfolgende – Gesamtzusammenfassung handelt, wird es ein längerer Text werden. Aus diesem Grund wird am Ende des Artikels für interessierte Leserinnen und Leser auch eine PDF-Fassung zum Herunterladen und augenfreundlicheren Lesen bereitgestellt …

Zunächst die Punkte, die wir im nachfolgenden Bericht behandeln wollen.

Sachstand Auslieferungsersuchen

Sachstand Medieninteresse

Sachstand Unterstützung durch offizielle Stellen

Sachstand anwaltliche Vertretung Deutschland

Nächste Schritte

Außer der Reihe, aus gegebenem Anlass

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Sachstand Auslieferungsersuchen

Dazu, warum wir in diesem Fall überhaupt aktiv werden mussten, obwohl diese Aufgabe dem deutschen Anwalt zugefallen wäre, wird unter dem entsprechenden Punkt nochmals kurz eingegangen werden.

Fakt ist, dass wir unmittelbar nach Eintreten der jeweiligen Rechtsverbindlichkeit sämtliche erforderliche Schritte unternommen haben, die da wären:

Beauftragung unseres türkischen Anwalts in Sachen Auslieferungsantrag beim türkischen Justizministerium – diesem Auftrag hat er unmittelbar nach der offiziellen Bekanntgabe der Entscheidung des Revisionsgerichts mittels Eilantrag Folge geleistet.

Stellen eines Auslieferungsersuchen (01.10.09) beim zuständigen Landesjustizministerium NRW und zusätzlich beim Bundesjustizministerium (erfolgte mit explizitem Verweis auf die angespannte gesundheitliche und psycho-emotionale Verfassung von Sabrina A.) – hierbei mussten wir ohne die zuvor zugesagte Unterstützung seitens des zuständigen Referats des Auswärtigen Amtes und des Generalkonsulats Istanbul agieren!

Erfüllung der Forderung (telefonisch 12.11.09) des vom Justizministerium NRW für zuständig erklärten Oberstaatsanwalts in Duisburg nach Zusendung des ursprünglichen Urteils (übersandt am 13.11.09) und der Entscheidung des Revisionsgerichts (letztere musste zunächst durch den Anwalt beschafft werden, da dieser als „neuer Anwalt“ aufgrund des abgelehnten Revisionsantrags des „alten Anwalts“ nicht automatisch eine Durchschrift erhalten hatte – deshalb Zusendung erst am 25.11.09).

Nach Bekanntwerden der Bedingung „Zahlung der Geldstrafe“ wurden die benötigten 1.500,- Euro in angemessen kurzer Zeit bereitgestellt und durch den türkischen Anwalt (nach anfänglichen „Zuständigkeitsdiskussionen“ bei der Staatsanwaltschaft in Bilecik eingezahlt.

Nach Bekanntwerden der Bedingung „Zahlung der Gerichtskosten“ wurde auch diese (250,- Euro plus noch einmal denselben Betrag für Spesen des Anwalts) Summe umgehend bereitgestellt und vom Anwalt direkt beim zuständigen Gericht in Izmir bezahlt.

Zwischenbemerkung: Damit waren die formaljuristischen Voraussetzungen für eine Bearbeitung des Auslieferungsersuchens, für die eigentlich nicht der Verein als außergerichtliche Interessenvertretung, sondern – in Bezug auf die Antragstellung und Übergabe der benötigten Urteile an die Staatsanwaltschaft Duisburg – der deutsche Anwalt zuständig gewesen wäre, umfassend erfüllt.

Begleitet wurden die oben genannten Aktivitäten von mehreren versuchten Kontaktaufnahmen mit dem Auswärtigen Amt (Referat 506 – Ex-Außenminister Steinmeier – Amtsnachfolger Westerwelle – Generalkonsulat Istanbul). Die dabei kritisch angemerkten Punkte hinsichtlich einer nicht angemessenen Behandlung des Falles durch die zuständigen Stellen basierten und basieren auf Fakten, die wir aufgrund der uns vorliegenden Dokumente und zusätzlich angestellter Recherchen umfassend belegen können. Zu dieser kritischen Korrespondenz fühlten wir uns vor allem durch die nicht eingelöste Zusicherung gezwungen, dass Sabrina A. nach Entscheidung über den Revisionsantrag und Eintreten der Rechtskraft des Urteils vom 18.07.08 adäquate Unterstützung durch das Generalkonsulat Istanbul erhalten würde. (Siehe unten, 3. Abschnitt).

Aktueller Sachstand in Sachen Verzögerung im Auslieferungsverfahren:

Die andernorts aufgestellte Behauptung, diese seien auf „Fristversäumnisse hinsichtlich der geforderten Zahlungen“ zurückzuführen, ist schlicht und ergreifend falsch! Auch sonst wurden von uns weder Fehler begangen noch haben wir uns anderweitige Versäumnisse vorzuwerfen.

Die Aneinanderreihung von „Komplikationen“ können Sie den einzelnen Aktualisierungen entnehmen – wobei gesondert darauf hinzuweisen ist, dass sie häufig auf dem Umweg über Informationen bekannt werden, die Sabrina „im Gefängnis“ zugetragen werden. Diese Informationen im Nachhinein zu überprüfen, erweist sich dann sehr häufig als schwierig bis unmöglich!

In einer Mail, die Herr Siginak uns am 26. Januar schickte und uns leider erst nach Veröffentlichung der Zwischenstandmeldung vom gleichen Tag erreichte, wird der aktuelle Stand wie folgt dargestellt:

Die Akte ist dieser Auskunft zufolge seit dem 16.01.10 beim Justizministerium der Türkei – und jetzt fehlen mit einem Mal „noch ein paar Unterlagen“, deren Beschaffung in der Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Bilecik liegen soll. Welche Unterlagen das sind, wurde ihm nicht eröffnet.

Da jetzt aber offiziell das Justizministerium für die Akte zuständig sei, würde es jetzt „relativ schnell gehen“ – was das bedeutet, wurde auch nicht näher erläutert, weshalb weiterhin offen ist, wann Sabrina A. nun wirklich ausgeliefert werden kann … der schon einmal in den Raum gestellte Zeitraum von „noch vier bis fünf Monaten“ wird aber nach wie vor als wahrscheinlich angesehen. Wofür weder Fristversäumnisse, noch andere von irgendjemandem außerhalb der offiziell zuständigen Stellen auf beiden Seiten zu verantwortende Faktoren als Begründung zur Verfügung stehen. Stattdessen werden (freie Interpretation unsererseits) „bürokratische Hindernisse oder Sachzwänge“ angeführt!

Die zuletzt aufgeworfene „Komplikation“ hinsichtlich einer angeblich unterschiedlichen Auffassung bezüglich der Auslieferungsmodalitäten zwischen türkischer und deutscher Seite konnte Herr Siginak weder über die Staatsanwaltschaft in Bilecik noch über das Justizministerium in Ankara abklären. Deshalb setzte er sich mit dem Generalkonsulat Istanbul in Verbindung, um dort um die benötigten Informationen zu bekommen. Das Ergebnis dieser Nachforschungen ist bemerkenswert.

Zitat aus der Mail des Anwalts – Anmerkungen, Anführungszeichen, Unterstreichung und Klammern vom Autor:

Nach ihren [GK Istanbul] Erfahrungen muss Sabrina von der deutschen Polizei am Flughafen in Istanbul abgeholt werden. Ich habe versucht, darüber mit der Staatsanwaltschaft Bilecik und mit dem Ministerium zu sprechen. Die Staatsanwaltschaft „hat keine Ahnung“ davon und das Ministerium gibt keine Info am Telefon. Wir können nur von den Erfahrungen des Konsulates ausgehen. Die türkische Polizei muss Sabrina nach Istanbul transportieren und die deutsche Polizei darf sie erst da am Flughafen abholen.

Zitat Ende.

Das ist zum jetzigen Zeitpunkt der aktuelle Sachstand in der Angelegenheit. Wir werden zwar auch weiterhin versuchen, Klarheit in diese insgesamt äußerst undurchsichtige Angelegenheit zu bringen, aber nach der bisherigen Informationspraxis der offiziellen Stellen zu urteilen, wird sich das angesichts unserer „leeren Kriegskasse“ mehr als schwierig gestalten. Dennoch lassen wir uns weder beirren noch entmutigen und werden alles in unserer Macht stehende tun, die Sache im Interesse von Sabrina, Jason und den Angehörigen zu beschleunigen. Hierbei erhoffen wir uns künftig auch etwas mehr anwaltliche Unterstützung als wir bisher verbuchen konnten.

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Sachstand Medieninteresse

Diesen Punkt können wir kurz und schmerzlos abhandeln. An der Tatsache, dass sich die Medien für den Fall und das Schicksal von Sabrina A. „kaum“ interessieren, hat sich nichts geändert.

Es gab eine vage Anfrage von Pro Sieben bei den Angehörigen hinsichtlich eines „Aufgreifens des Themas auf dem Umweg über die Helfer“ (als Folge einer diesem Thema gewidmeten Sendereihe – die uns persönlich nicht bekannt ist!), aber erstens hat sich niemand mehr gemeldet und zum anderen verbinden wir damit keine echte Hoffnung auf eine mediale Initialwirkung. Dafür bekommt der Fall nach wie vor einfach zu wenig öffentliches Interesse!

Daneben ist über Mitglieder eines (des) Helferforums ein Kontakt mit einem Hörfunk- und TV-Journalisten des WDR hergestellt worden. Dieser hat sich auch zuerst bei den Angehörigen und auf deren Bitte hin per Mail bei uns gemeldet. Auf die Übermittlung unserer Telefonnummern hat er jedoch noch keinen direkten Kontakt hergestellt und ein von uns am heutigen Nachmittag unternommener Kontaktversuch via Mobiltelefon (der von ihm genannte günstigste Weg für eine Kontaktaufnahme) landete leider nur in der Mailbox. Wir werden nun bis morgen warten, ob er zurückruft und dann nochmals versuchen per Mail einen Gesprächstermin zu erreichen.

Ansonsten hat es, wie von uns erwartet und zum Ausdruck gebracht, keine Medienanfragen gegeben.

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Sachstand Unterstützung durch offizielle Stellen

Hier hat sich an den festzustellenden Defiziten, die uns letzten Endes auch zur Veröffentlichung der Presseerklärung veranlassten, auch noch nicht allzu viel geändert.

Zwar hatte sich  – wie wir bereits berichteten – das Generalkonsulat Istanbul nach unseren beiden Schreiben (via Referat 506 und schließlich direkt an die Generalkonsulin) mit unserem türkischen Anwalt in Verbindung gesetzt und eine enge Kooperation in der Sache zugesagt, aber inwieweit das auch dauerhaft Bestand haben und wie weit sie reichen wird, bleibt abzuwarten.

Die oben angeführte Auskunft in Sachen „Auslieferungsmodalitäten“ ist jedoch ebenfalls ein Zeichen, dass diese Bereitschaft ernst gemeint ist – wenigstens was die Abklärung von strittigen Sachverhalten betrifft. Darüber hinaus wurde Herrn Siginak zugesichert, dass versucht werden solle, über die ständige Vertretung in Ankara im Sinne einer Beschleunigung einzuwirken.

Auf unser Anschreiben an Bundesaußenminister Westerwelle ist ebenfalls – stellevertretend über die zuständige Sachbearbeiterin des Referats – eine Antwort eingegangen (wir berichteten im letzten Beitrag). Leider wurden einerseits zwar alle unsere Fragen beantwortet, jedoch blieben die Antworten andererseits sehr vage und behandelten den Fall nach wie vor so, als sei es aus Sicht des Auswärtigen Amtes immer noch nicht klar, ob das Urteil nun Rechtskraft erlangt habe oder nicht?

Darauf weist insbesondere die Zusicherung am Ende dieses Schreibens (Veröffentlichung folgt und wird rechtzeitig angekündigt), wonach „das Auswärtige Amt den Fortgang des Verfahrens gegen Frau A. weiterhin intensiv verfolgen würde“. Es ist natürlich möglich, dass hier nur ein Missverständnis vorliegt, aber für uns hört sich das leider nicht danach an, dass man von offizieller Seite intensiv mit dem Thema „Auslieferung/Überstellung“ beschäftigt ist?

Auch die Information, dass das Generalkonsulat Sabrina A. zum letzten Mal am 4. November (also mindestens vier Monate nach den vorausgegangenen letzten Besuch) im Gefängnis Bilecik aufgesucht habe, kann man schwerlich als überzeugende Entkräftung unserer gerade deshalb geäußerten Kritik hinsichtlich der konsularischen Betreuung werten. Zumal wir ja bereits darauf hingewiesen hatten, dass das Thema „Auslieferungsantrag“ bei diesem Besuch laut Aussage von Sabrina (über den Anwalt) nicht behandelt wurde … geschweige denn irgendetwas angeboten worden wäre, was die Zusage von Unterstützung seitens des GK (die uns über das Referat 506 gemacht wurde) als wenigstens andeutungsweise eingelöst erscheinen lassen könnte.

Wir wollen und werden das aber nicht überbewerten, sondern uns im Laufe dieser Woche nochmals mit einer auf die wenigen zentralen Faktoren beschränkten Anfrage an das Auswärtige Amt wenden. Nichts wäre uns in Sabrinas Interesse lieber, als wenn wir in dieser Hinsicht endlich miteinander anstatt gegeneinander agieren könnten.

Bliebe noch anzumerken, dass sich auf die Kontaktaufnahme des Betreibers einer befreundeten Seite mit den Mitgliedern des Bundestages, die sich auf die Presseerklärung bezogen und um Aufmerksamkeit der Abgeordneten für diesen Fall geworben hatte, bis heute keine/r der Damen und Herren gemeldet hat.

Nun ja, vielleicht haben Andere in dieser Hinsicht ja mehr Erfolg, wir werden uns die Zeit und Arbeit bis auf Weiteres jedenfalls sparen.

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Sachstand anwaltliche Vertretung in Deutschland

Wie in der Zwischenmeldung vom 26. Januar bekanntgegeben wurde, haben wir gemäß der uns von Sabrina A. erteilten Vollmacht, das Mandat für ihre weitere juristische Vertretung (einschließlich aller notwendigen und möglichen Maßnahmen hinsichtlich einer Beschleunigung des Auslieferungsverfahrens) einem bekannten Münchner Anwalt übertragen.

Alles Weitere wollten wir ihm überlassen – letztendlich mussten wir die notwendigen Schritte aber doch selbst unternehmen, weil die Vollmacht auf uns ausgestellt ist. Entsprechend haben wir heute ein Einschreiben/Rückschein abgeschickt, in dem wir unter Vorlage der Vollmacht die Auflösung des Mandats erklärten. Zusätzlich wurde dasselbe Schreiben nebst Anlagen sowohl per Mail als auch per Fax vorausgeschickt.

Auf die Gründe, die uns letztendlich zu diesem Schritt zwangen, den wir schon seit Ende Juli vor uns her schieben mussten, obgleich damals schon feststand, dass der Anwalt dem in der ursprünglichen Vollmacht seiner Mandantin unmissverständlich geäußerten Wunsch, bei der Behandlung ihres Falles eng mit dem Verein als ihrer außergerichtlichen Interessenvertretung zusammenzuarbeiten, nicht zu entsprechen bereit war, werden wir hier nicht nochmals eingehen. Sie können aber in unserem Veröffentlichungen vom 2. August und 20. August nachgelesen werden.

Bei objektiver Prüfung wird man daraus auch ableiten können, dass sich unsere Kritik an der Vertretung auf belegbare Faktoren bezog und keineswegs unsachlich zu nennen war/ist.

Als letzte Beweise für unsere berechtigten Zweifel sind die Auskunft der Staatsanwaltschaft Duisburg auf unsere Anfrage in dieser Sache (Ende November – siehe unter „Zuständigkeitsdiskussionen“ im ersten Abschnitt verlinkter Beitrag), in der uns klar eröffnet wurde, dass außer unserem Antrag vom 1. Oktober keine Antragstellung erfolgt war – und das am 14.01.10 bei den Angehörigen eingegangene anwaltliche Schreiben, dem auch ein Antrag vom 13.01.10 beigefügt war.

Mehr werden wir zu diesem Thema nicht mehr schreiben – wer mehr wissen möchte, kann sich jedoch auf bekanntem Wege gerne mit uns in Verbindung setzen.

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Nächste Schritte

Zunächst müssen und werden wir die immer noch ungeklärten Sachverhalte abarbeiten, was wir nur durch eine entsprechende Kommunikation mit den zuständigen Stellen realisieren können. Wir hoffen dabei auf eine Zusammenarbeit mit dem neuen Anwalt, die diesem Ansinnen förderlich sein wird. – Unser Ziel ist und bleibt, im Rahmen unserer Möglichkeiten auf eine Beschleunigung des Auslieferungsverfahrens hinzuwirken, wofür aber deutlich mehr Unterstützung erforderlich sein wird.

So lange es uns nicht gelingt, eine verstärkte positive Präsenz „Sabrinas in der Öffentlichkeit“ zu schaffen, werden wir keine weiteren Anstrengungen unternehmen, Politiker oder Medien für die Unterstützung zu gewinnen. Wenn wir in der oben genannten Weise erfolgreich sind, werden sich die Medien bei uns melden – und dann ist auch die Chance ungleich größer, dass man Politiker/innen oder andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens dafür interessieren kann, sich offiziell für den Fall einzusetzen. Für Menschen – auch bekannte Persönlichkeiten, die sich selbst einbringen möchten, ist es jederzeit möglich, sich mit Vorschlägen oder Hilfsangeboten an die Angehörigen oder uns zu wenden.

Leider fehlt uns für – im Sinne von Medienwirksamkeit – aufsehenerregende Aktionen nach wie vor die finanzielle Ausstattung, so dass wir uns auch weiterhin darauf beschränken müssen, den Fall kontinuierlich und wahrheitsgemäß darzustellen und um die Mitwirkung von interessierten Bürger/innen zu werben. Zu diesem Zweck werden wir eine neue Unterschriftenliste mit knapper textlicher Zusammenfassung des Ist-Zustands erstellen. Da dies halbwegs professionell werden soll, können wir noch keinen exakten Termin für die Veröffentlichung nennen, aber wir werden uns bemühen, die Liste bis Mitte des Monats zum Download bereitstellen zu können.

Danach müssen wir darauf hoffen, dass sich genügend Menschen dazu bereitfinden werden, diese Listen herunterzuladen und im privaten Umfeld für jene Unterstützung zu sorgen, die wir dringend brauchen, um unseren Einsatz für Sabrina mit dem Rückhalt von mehr öffentlichem Druck erbringen zu können.

Daran, dass wir für jede ernstgemeinte Hilfe dankbar und auch zu uneingeschränkter Kooperation bereit sind, sofern sie sich an den Realitäten des politischen, juristischen und gesellschaftlichen Alltags unserer Zeit anlehnen und nicht einer Art von „Wundergläubigkeit“ geschuldet sind, hat sich nichts geändert. Wir müssen nur einsehen, dass man Solidarität und unbeirrbare, auf den unerschütterlichen Glauben an Sabrinas Unschuld basierende Entschlossenheit einsetzen muss, um als starke Gemeinschaft am Ende vielleicht doch noch ein Wunder vollbringen, Menschlichkeit und Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen zu können!

Aus diesem Grund bitten wir an dieser Stelle – dem Abschluss des offiziellen Zwischenberichts – nochmals von ganzem Herzen um Ihre Hilfe und Unterstützung im Rahmen Ihrer individuellen Möglichkeiten!

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Hier noch die eingangs angekündigte PDF-Version: Aktualisierung 10-02-01

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Außer der Reihe, aus gegebenem Anlass

Nun noch kurz zu den Gründen für die Verzögerung bei der Veröffentlichung dieses Berichts: Am vergangenen Wochenende sind wir zufällig – wenn wir die Zeit dafür erübrigen können, schauen wir auch schon mal bei anderen Helfern rein – auf eine ziemlich heftige Diffamierung unserer Arbeit gestoßen, die wir heute oder morgen noch in einem separaten Artikel behandeln werden.

Ursache dafür war offensichtlich ein vermeintlicher (soll heißen: so gewerteter) Misserfolg beim Versuch der Kontaktaufnahme mit einer Institution, von der man sich Unterstützung erhofft hat. Daraus wurde dann – warum, werden wir wie gesagt noch darlegen – eine nicht nur an Verleumdung grenzende, sondern diese Grenze definitiv überschreitende Attacke auf den Verein und „andere Informationsverwalter“, für die der Begriff Tatsachenverfälschung noch eine harmlose Umschreibung ist.

Aktuell sehen wir noch davon ab, die von uns gesicherten Ungeheuerlichkeiten unserem Anwalt zu übergeben – aber da die Person, die ihrem Frust über einen nicht wie erhofft verlaufenen Kontaktversuch auf diese umfassend inakzeptable, schlussendlich aber auch die Arbeit für Sabrina torpedierende Weise Luft machen zu können glaubte, auch damit gedroht hat, dieses sinnigerweise mit dem Titel „Wahrheit!“ überschriebene Pamphlet im Internet weiterzuverbreiten, werden wir uns diese Option offenhalten und bedenkenlos ziehen, falls wir eine darauf zurückzuführende Beeinträchtigung unseres Engagements feststellen sollten.

Warum wir so heftig auf diese Angelegenheit reagierten, dass sie uns (zuvorderst den verantwortlichen Autor) vorzeitig außer Gefecht gesetzt hatte, werden Sie selbst sehen und beurteilen können, wenn der angekündigte Beitrag veröffentlicht wurde! – Die eingangs vorausgeschickte Information ist ebenfalls diesem Umstand geschuldet, da sich die besagte Quelle bislang – unter stillschweigender und nach wie vor dem Kooperationswillen geschuldeter Duldung unsererseits – immer reichlich an unserer Vorarbeit bedient hat!

Mehr dazu hier und jetzt nicht, da die vorausgegangene Darstellung des aktuellen Sachstands und darüber hinaus auch die vorausgegangene Berichterstattung objektiv betrachtet für sich sprechen sollte.

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Dies soll den Sinn und Zweck dieser Veröffentlichung aber weder belasten noch überschatten.

In diesem Sinne verbleibe ich – wie immer –

im Namen von Sabrina, Jason, den Angehörigen, unseren Unterstützern und des Vereins

Hans-D. Ziran

Eine Antwort

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  1. […] insbesondere in der letzten Zwischenstandmeldung betont, werden wir in der kommenden Zeit dringend Unterstützung benötigen. […]


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